| # | Aktien | Kurs je Aktie | Gesamtkosten | Gewichtung | Entfernen |
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Wie viele Aktien muss ich zu Kurs X kaufen, um meinen Durchschnitt auf Y zu bringen?
So wird der Durchschnittskurs berechnet
Der durchschnittliche Einstandskurs je Aktie (auch Kostenbasis genannt) ergibt sich, indem das gesamte investierte Kapital durch die Gesamtzahl der gehaltenen Aktien geteilt wird:
Wenn du Aktien zu verschiedenen Kursen kaufst, mittelt dieser gewichtete Durchschnitt alle Kaufkurse. Anders als ein einfacher Preisdurchschnitt gewichtet er jedes Los korrekt nach seiner Größe.
Rechenbeispiel
Angenommen, du kaufst Aktien in drei Losen:
- Los 1: 100 Aktien zu 10,00 € = 1.000 €
- Los 2: 200 Aktien zu 8,00 € = 1.600 €
- Los 3: 150 Aktien zu 7,50 € = 1.125 €
Aktien gesamt: 450 | Investiert: 3.725 €
Ø-Kurs: 3.725 € ÷ 450 = 8,278 € je Aktie
Liegt der aktuelle Kurs bei 9,00 €, beträgt der unrealisierte G/V: (450 × 9,00 €) − 3.725 € = 4.050 € − 3.725 € = +325 € (+8,72 %).
Die Was-wäre-wenn-Formel (Rückwärtsrechner)
Wie viele Aktien musst du zum Kurs Pneu kaufen, um den Zieldurchschnitt AZiel zu erreichen — bei aktuell N Aktien mit Durchschnitt A:
Das funktioniert nur, wenn AZiel zwischen Pneu und A liegt. Du kannst den Schnitt nicht unter den neuen Kaufkurs senken und ihn auch nicht über den neuen Kaufkurs heben.
Praktische Hinweise
- Den Schnitt senken erhöht deine Gesamtposition und dein Risiko. Kaufe nur nach, wenn du von der Aktie wirklich überzeugt bist — nicht nur, um emotional einen Break-even zu erreichen.
- Den Schnitt erhöhen (Nachkaufen bei steigendem Kurs) ist eine Momentum-Strategie. Die gleiche Mathematik gilt hier.
- Die Kostenbasis ist steuerlich relevant. In vielen Ländern kannst du beim Verkauf zwischen FIFO, LIFO oder der konkreten Losidentifikation wählen. Dieser Rechner ermittelt den gewichteten Durchschnitt, der für Investmentfonds oft der gesetzliche Standard ist.
- Options-Trader nutzen den Durchschnittskurs, um die gezahlte Prämie über mehrere Kontrakte vor Ausübung zu verfolgen.
Strategie: Durchschnitt senken
Den Durchschnitt senken bedeutet, weitere Aktien zu kaufen, nachdem der Kurs gefallen ist. Ziel ist eine niedrigere Kostenbasis, sodass ein geringerer Kursanstieg zum Break-even genügt.
Wann es sinnvoll ist: Du glaubst, dass die Fundamentaldaten des Unternehmens intakt sind und der Kursrückgang vorübergehend oder marktseitig bedingt ist. Investoren wie Warren Buffett nutzen fallende Kurse bekanntermaßen als Gelegenheit, mehr Anteile an starken Unternehmen zu günstigeren Preisen zu kaufen.
Wann es gefährlich ist: Bei einem Unternehmen mit sich verschlechternden Fundamentaldaten — dem sogenannten "fallenden Messer" — verstärkt Nachkaufen nur die Verluste. Bevor du eine verlustreiche Position aufstockst, frage dich: "Würde ich diese Aktie heute zum ersten Mal zu diesem Kurs kaufen?"
Den Schnitt erhöhen: die andere Richtung
Trend-Follower und Wachstumsinvestoren erhöhen ihren Schnitt häufig: Sie kaufen bei steigendem Kurs nach, um Gewinnerposition auszubauen. Der Durchschnittskurs steigt dadurch, aber das Kapital wird in bewährte Positionen investiert. Dieser Rechner unterstützt beide Richtungen gleichermaßen.
Krypto und andere Assets
Die gleiche Durchschnittsrechnung gilt für Bitcoin, ETH, Gold oder jedes andere Asset, das du über Zeit akkumulierst. Der Rechner ist bewusst asset-agnostisch.