Wie Zinseszins funktioniert
Zinseszins ist Zins, der sowohl auf das Kapital als auch auf die bereits angefallenen Zinsen aus früheren Perioden berechnet wird. Die Standardformel lautet:
A = P × (1 + r/n)^(nt)
Dabei ist A = Endguthaben, P = Kapital, r = Jahreszinssatz (Dezimal), n = Verzinsungsperioden pro Jahr, t = Jahre.
Bei monatlichen Einzahlungen (PMT) wird der zukünftige Wert einer Rente addiert:
ZW = PMT × ((1 + r/n)^(nt) − 1) / (r/n)
Rechenbeispiel — 10.000 € bei 7 % auf 10 Jahre, monatliche Verzinsung
- P = 10.000 €, r = 0,07, n = 12, t = 10
- A = 10.000 € × (1 + 0,07/12)^120
- A = 10.000 € × (1,005833)^120
- A = 10.000 € × 2,0097 = 20.097 €
- Erzielte Zinsen: 10.097 € (100,97 % Rendite auf das Kapital)
Mit 200 €/Monat monatlicher Einzahlung:
- ZW_Rente = 200 € × ((1,005833)^120 − 1) / 0,005833 = 200 € × 173,08 = 34.616 €
- Gesamt = 20.097 € + 34.616 € = 54.713 €
Zinseszins vs. einfacher Zins
| Zinssatz | Einfach (10 J.) | Zinseszins jährlich (10 J.) | Zinseszins monatlich (10 J.) | Zinseszins täglich (10 J.) |
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Tipps zur Renditemaximierung
- Früh anfangen. 5.000 € mit 25 Jahren angelegt wachsen bis zum 65. Lebensjahr bei 7 % auf ca. 107.000 €. Dieselbe Summe mit 35 Jahren wächst nur auf ca. 54.000 €. Zeit ist der wichtigste Faktor.
- Einzahlungsintervall erhöhen. Tägliche Einzahlungen verzinsen sich schneller als monatliche Pauschalbeträge. Automatisiere Überweisungen vom Gehaltskonto direkt in die Anlage.
- Steuerbegünstigte Konten nutzen. Beiträge zu steuerbegünstigten Konten wachsen ohne jährliche Steuerbelastung — das erhöht die effektive Rendite.
- Höhere Verzinsungshäufigkeit wählen. Monatliche Verzinsung schlägt jährliche um einen kleinen, aber bedeutsamen Betrag über Jahrzehnte.
- Dividenden reinvestieren. Dividendenreinvestition (DRIP) hält 100 % des Geldes im Zinseszins-Kreislauf — historisch verantwortlich für 30–40 % der gesamten Aktienmarktrenditen.
- Gebühren minimieren. 1 % Jahresgebühr auf 100.000 € über 30 Jahre kostet ca. 94.000 € entgangene Rendite. Wähle Indexfonds mit Kostenquoten unter 0,1 %.
Häufig gestellte Fragen
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A = P(1 + r/n)^(nt), wobei A das Endguthaben, P das Kapital, r der jährliche Zinssatz (Dezimal), n die Verzinsungsperioden pro Jahr und t die Jahre sind. Bei monatlichen Einzahlungen wird der zukünftige Wert einer Rente hinzuaddiert.
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Häufigere Verzinsung erzeugt etwas höhere Renditen. 10.000 € bei 7 % auf 30 Jahre: jährlich = 76.123 €; monatlich = 81.165 €; täglich = 81.645 €. Der Unterschied ist gering, wird aber über sehr lange Zeiträume und bei großem Kapital spürbar.
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Monatliche Einzahlungen summieren sich erheblich. 200 €/Monat zusätzlich zu 10.000 € bei 7 % auf 30 Jahre wachsen auf über 240.000 € — gegenüber nur 76.000 € ohne Einzahlungen. Die Einzahlungen selbst betragen 72.000 €, erzielen aber über 168.000 € Zinseszins obendrauf.
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Sie zeigt dein zukünftiges Guthaben in der heutigen Kaufkraft. 100.000 € in 20 Jahren bei 2,5 % Inflation sind heute etwa 61.000 € wert. Aktiviere die «Inflationsbereinigung», um deine reale (kaufkraftbereinigte) Rendite neben dem Nominalguthaben zu sehen.
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Teile 72 durch deinen jährlichen Zinssatz, um die Jahre bis zur Verdopplung deines Geldes zu schätzen. Bei 7 %: 72 ÷ 7 ≈ 10,3 Jahre. Bei 10 %: 72 ÷ 10 ≈ 7,2 Jahre. Das ist eine schnelle Faustformel — der tatsächliche Zinseszins liefert präzise Werte.
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Der historische S&P-500-Durchschnitt beträgt ca. 10 % nominal oder ca. 7 % inflationsbereinigt über lange Zeiträume. Konservative Prognosen verwenden 6–7 % nominal. Für Anleihen den Anleihezins verwenden; für Sparkonten den tatsächlichen Effektivzins. Dieser Rechner verwendet 7 % als plausible langfristige Aktienmarktschätzung.